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Amilo D 7820 fährt nach Lüfter-Säuberung nicht mehr hoch Thema ist gelöst

Alles, was mit dem Prozessor, dem Arbeitsspeicher oder deren Kühlung zu tun hat.

Amilo D 7820 fährt nach Lüfter-Säuberung nicht mehr hoch  Thema ist gelöst

Beitragvon JOG » 03.06.2007 14:02

Hallo,

da mein Notebook (Amilo D 7820) beim Arbeiten immer sehr heiß wurde (Lüfter pustete auf Hochtouren heiße Luft heraus) und sich bei stärkerer Beanspruchung abschaltete, habe ich meinen Lüfter zum reinigen ausgebaut. Dabei bin ich nach einer detaillierten Anleitung vorgegangen, die ich hier im Forum gefunden habe. Die Anleitung passte genau für mein Modell und alles schien ganz einfach zu sein. Auch der Wiedereinbau war ganz einfach. Zusammengesteckt habe ich auch alles, was ich beim Ausbau getrennt hatte.
Leider lässt sich mein Notebook nun nicht mehr hochfahren. Wenn ich es anschalte, startet der Lüfter. Er läuft kontinuierlich weiter. Ein Zugriff auf die Festplatte oder evtl CD-laufwerk ist ebenfalls zu hören. Nur dann passiert leider nichts mehr. Das Display bleibt schwarz, kein Signalton.
Hab den Lüfter auch ein zweites und drittes Mal aus und wieder eingebaut - keine Veränderung.

Akku raus, Netzteil ausstecken, 15 s auf den Anschaltknopf drücken, Netzteil wieder anschließen und wieder Anschalten hat auch keinen Erfolg gebracht. Diese Vorgehensweise hatte ich einem anderen Beitrag in diesem Forum als mögliche Reparaturmethode bei ein ähnliches Problem entnommen.

Wer kann mir weiterhelfen ? Ich bin ratlos.

Herzlichen Dank schon jetzt !

Viele Grüße, Johannes
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Beitragvon seba11726 » 04.06.2007 08:07

Ich hatte das selbe Problem wie du, habe bei mir den Prozessor nicht richtig drauf. Als ich den Pc eingeschaltet habe lief wie bei dir nur der Lüfter die ganze Zeit.
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Beitragvon JOG » 04.06.2007 08:33

Hallo Seba,

danke für Deine Antwort. Wie meinst Du das genau mit dem Prozessor ? Was hast Du getan um Dein Notebook wieder zum Laufen zu bringen ? Ist das bei Dir auch in Folge einer Lüftersäuberung aufgetreten ?

Ich würde mich über ein paar detailliertere Infos sehr freuen.

Herzlichen Dank schon jetzt,

Ciao - Johannes
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Beitragvon seba11726 » 04.06.2007 08:45

Hallo Johannes,

ja mein lüfter war auch total zu so das der rechner nach 10 min immer ausging. daraufhin hab ich im nen forum gelsen dass sich dort so ne dicke staubwand im lüfter bilden kann. das war auch so bei mir. ich machte dann denn lüfter ab aber dabei löste sich der prozessor nicht von diesem. normalerweise sollte er sich lösen weil er ja in diesem sockel sitzt der auf der seite so nen hebel hat den man zum rausholen hochmachen muß und wenn der prozessor wieder drin ist wird er runtergemacht und hält den prozessor wieder fest. ich hab da zuerst nicht aufgepasst und nur den lüfter sauber gemacht und das ganze wieder so rein wie ich es rausnahm und daraufhin funktionierte nichts mehr. so wieder das ganze raus den prozessor vom lüfter gelöst neue wärmeleitpaste drauf, den prozessor richtig rein dann den lüfter und es ging wieder.

wenn du noch probleme haben solltest hier meine icq nr. 207231158
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Amilo D 7820 Lüfter draußen, evtl mit Prozessor

Beitragvon JOG » 07.06.2007 19:17

Hallo Seba und alle anderen,

nachdem ich nun die für mich neue Information von Seba bekommen habe, wonach sich beim Rausbauen des Lüfters der Prozessor lockert bzw. mit rausgehen kann, habe ich mein Notebook nochmal geöffnet. Zum Herausnehmen des Lüfters habe ich vier recht große Schrauben gelöst, die mit je einer Spiralfeder versehen sind. Die Spiralfedern drücken im zusammengeschraubten Zustand das Lüftergehäuse am Rest des Rechners fest.

Wenn ich mir die Unterseite des entnommenen Lüfters ansehe, fällt mir daran ein quadratisches Bauteil (ca. 2,5 * 2,5 cm ) mit vielen kleinen ca. 2 mm langen Metallnädelchen auf. Dieses Bauteil bleibt beim Herausnehmen des Lüfters automatisch am Lüfter hängen. Was ist das für ein Bauteil ? Zur Illustration habe ich unten zwei Bilder angehängt, die das geöffnete Notebook zeigen.

Die Metallnädelchen des am Lüfter befindlichen quadratischen Bauteils werden beim Einsetzen des Lüfters in ein weißes Plastikbauteil eingeführt. Diese Plastkbauteil (es trägt bei mir die u.a. Aufschrift "molex mPGA478B") ist in beiden angehängten Photos gut zu erkennen.

@Seba: Da mir die Sache mit dem Hebel, den Du beschreibst, noh nich so ganz klar ist, werfe ich nun mal ein paar Fragen in die Runde.

1. Habe ich mit dem Ausbau des Lüfters das oben beschriebene quadratische Bauteil evtl. durch das Abtrennen von dem besagten weißen Plastikbauteil beschädigt ? Handelt es sich dabei um den Prozessor (Intel steht nirgends drauf, aber nur dieses Bauteil wird vom Luftstrom besonders stark gekühlt).

2. Könnte ich durch ungleichmäßiges anziehen der vier Schrauben, die zur Befestigung des Lüfters dienen, den Prozessor oder ein anderes wichtiges Bauteil zerstört haben ?

3. Was könnte ich noch ausprobieren um den Rechner wieder zum Laufen zu bringen ?

Herzlichen Dank schon jetzt !

Ciao - Johannes
Dateianhänge
DSC00002.JPG
DSC00001.JPG
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Beitragvon taq » 07.06.2007 19:51

Das Teil mit den vielen Beinchen ist schon der Prozessor, oder auch CPU (Central Processing Unit) genannt.

Das Gerät funktioniert nicht weil der Prozessor nicht richtig eingesetzt war.

Du muss den Prozessor vom Kühlkörper entfernen, beide Flächen mit zB Aceton säubern. Dann den Hebel am Prozessorsockel hochklappen und den Prozessor einsetzten. Er passt nur in eine Richtung. Dann auf die CPU neue Wärmeleitpaste auftragen und den Kühlkörper waagerecht vorsichtig auf den Prozessor setzen. Dann in der richtigen Reihenfolge anziehen (Ist auf dem Kühler markiert)

Es ist aber gut möglich dass du durchs anziehen der Schrauben bei nicht richtig sitzendem Prozessor die Kontakte verbogen hast... Beim herausnehmen des Kühlkörpers bleibt der Prozzi öfter mal am solchen kleben, liegt an den serienmässigen Wärmeleitpads. Dann ziehst du den Prozzi aus dem Sockel, dadurch wird er aber nicht zerstört.

Wenn der Hebel oben ist, die CPU richtig gedreht ist, muss sie ganz leicht in den Sockel passen, ohne Druck!
Zuletzt geändert von taq am 07.06.2007 19:56, insgesamt 1-mal geändert.
taq
 
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Beitragvon seba11726 » 07.06.2007 19:53

Hi,

das quadratische Teil, dass am Lüfter hängt ist der Prozessor. Mach dem mal ab, geht etwas schwer. Heb dann den Hebel neben den weißen quadratischen Teil hoch und setz den Prozessor mal dort rein. Mach den Rechner jetzt kurz an und schau ob sich was tut wird schnell heiß. Wenn er angeht dann mach den Prozessor in den Sockel mach neue Wärmeleitplaste auf den Prozessor und mach dann denLüfter drauf. Ich hoffe dass dein Rechner dann wieder funktioniert.

Gruß

Seba
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Re: Amilo D 7820 Lüfter draußen, evtl mit Prozessor

Beitragvon cosi » 07.06.2007 21:59

JOG hat geschrieben:... quadratisches Bauteil (ca. 2,5 * 2,5 cm ) mit vielen kleinen ca. 2 mm langen Metallnädelchen auf ...


-> Prozessor

JOG hat geschrieben:... weißes Plastikbauteil "molex mPGA478B"


-> Sockel 478 (Molex ist der Hersteller, PGA = Pin Grid Array, 478 = Anzahl Pins

JOG hat geschrieben:Da mir die Sache mit dem Hebel, den Du beschreibst, noh nich so ganz klar ist, werfe ich nun mal ein paar Fragen in die Runde.


Der Hebel ist auf deinem Bild links am Sockel zu sehen. Den musst du etwas zur Seite und dann nach oben ziehen. Damit verschiebst du die obere Hälfte des Sockels so, dass die Löcher der oberen Hälfte über denen der unteren Hälfte liegen und der Prozessor einfach draufgelegt werden kann.

JOG hat geschrieben:1. Habe ich mit dem Ausbau des Lüfters das oben beschriebene quadratische Bauteil evtl. durch das Abtrennen von dem besagten weißen Plastikbauteil beschädigt?


Das ist unwahrscheinlich. Durch die verschobenen Sockelhälften werden die Prozessorpins etwas eingeklemmt. Anscheinend haftet das Wärmeleitpad am Kühler aber besser. Kaputt gehen sollte da nichts. Auf den Bildern sind die Pins ja noch alle da.

JOG hat geschrieben:Handelt es sich dabei um den Prozessor (Intel steht nirgends drauf).


Intel steht auf der Oberseite, die noch am Kühler klebt :wink:

JOG hat geschrieben:2. Könnte ich durch ungleichmäßiges anziehen der vier Schrauben, die zur Befestigung des Lüfters dienen, den Prozessor oder ein anderes wichtiges Bauteil zerstört haben ?

3. Was könnte ich noch ausprobieren um den Rechner wieder zum Laufen zu bringen?


Ich vermute mal, dass sich Prozessor beim Einsetzen nicht mehr komplett in den Sockel geklemmt hat und damit keinen Kontakt hatte. Mit den Tipps der Vorposter solltest du das Problem beheben können. Die Pins sehen ja noch gut aus.

Den Test mit Prozessor ohne Kühler würde ich allerdings lieber sein lassen. Tiefe Kratzer solltest du vermeiden, also keinen Schraubenzieher zum Saubermachen nehmen.
Zum Säubern kannst du auch Alkohol verwenden, bloß kein Wasser!
Die Prozessorpins möglichst nicht anfassen, die vertragen weder Dreck noch elektrostatische Aufladung.
Viele Trilliarden Zyklen nach der Initialisierung nimmt die Gesamtzahl der möglichen Zustände erstmals drastisch ab, während die Summe der rückverfolgbaren Kausalfaktoren die Bandbreite des Verarbeitungsfensters übersteigt.

TF/CPU 10 D0 EF AA
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Beitragvon JOG » 07.06.2007 22:14

Hi,

vielen herzlichen Dank für die hoffentlich entscheidenden Tipps. Ich versuche gleich morgen mein Glück beim reparieren. Wärmeleitpaste kaufe ich. Was das Aceton angeht sitze ich als Chemiker an der Quelle.

Ich berichte über den Ausgang der Angelegenheit. Evtl. liegts daran, dass einer der kontakte der CPU leicht verbogen war. Ich habe ihn mit dem Fingernagel aber wieder so hingebogen, dass er wieder in Reihe mit den anderen Kontakten steht.

Viele Grüße,

Johannes
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Beitragvon JOG » 07.06.2007 22:24

Hallo cosi,

danke auch für Deine ausführlichen Reparaturtipps und fachliche Erläuterungen. Obwohl ich nun schon mit einem Fingernagel einen der Pins (der einzig sichtbar verbogene) leicht zurückgebogen habe, hoffe ich dass morgen wieder alles geht.
Zur Vermeidung elektrostatischer Aufladungen habe ich vorher an einen Heizkörper gefasst...

Ciao - Johannes

P.S.: Auf den Pins des Prozessors war etwas staub. Den hab ich durch vorsichtiges Pusten durch das Vorderteil eines auseinandergeschraubten Kulis entfernt.
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Großer Dank für die Unterstützung

Beitragvon JOG » 10.06.2007 12:25

Hallo cosi, seba und taq,

gestern Abend hab ich es geschafft meinen Rechner zu reparieren. Wie von Euch vermutet, lag der Fehler wirklich darin, dass die Pins des Prozessors keinen Kontakt mit dem darunterliegenden Bauteil hatten.

Ich hab den Prozesor vom Lüfter gelöst (das ging tatsächlich recht schwer) und Reste der daran befindlichen Wärmeleitpaste mit Isopropanol entfernt. Das war eine ziemliche schrubberei, da der Isopropanol das Zeug nicht wirklich gut löste. Anschließend habe ich den hebel am Prozessorsockel gelöst, den Prozessor neu eingesetzt und diesen mit dem Hebel festgeklemmt. An der Wärmeleitpaste habe ich nicht gespart und ein Spritzchen mit akasa thermal compound hi-spec 450 gekauft. (Wärmeleitfähigkeit von 9.24 W/(m*K). Nach Auftragen der Wärmeleitpaste auf den Prozessor habe ich durch kurzes Einsetzen des Lüfters überprüft, ob dieser auch wirklich Kontakt mit der Oberfläche des Prozesors hat. Dass die beiden Bauteile in Kontakt standen, konnte ich leicht an dem recht großflächigen Wärmeleitpaste-Abdruck auf dem Lüftergehäuse erkennen. Dann hab ich den Lüfter richtig festgeschraubt, alles andere wieder zusammengebaut und das Notebook lief einwandfrei und viel ruhiger als zuletzt mit staubverstopftem Lüfter...

Herzlichen Dank. Ohne Eure Tipps hätte ich das Notebook zum Reparieren bringen müssen.

Viele Grüße !

Johannes
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Re: Großer Dank für die Unterstützung

Beitragvon rolly22 » 25.06.2007 09:59

JOG hat geschrieben:...An der Wärmeleitpaste habe ich nicht gespart und ein Spritzchen mit akasa thermal compound hi-spec 450 gekauft...


Nur falls das hier noch andere lesen und evtl. falsch verstehen. Hoffe mal mit "nicht gespart" hast Du den Preis der Paste gemeint und nicht die Menge die Du aufgetragen hast.

Wärmeleitpaste soll feine Unebenheiten zwischen Prozessor und Kühlkörper ausgleichen, um die Wärmeabfuhr zu optimieren. Somit sollte sie möglichtst "dünn" aufgetragen werden - gleichbedeutend mit möglichst "wenig" Paste verwenden.

Rolf
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