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nVidia 8600M GT in Amilo M1437G?

Darstellungsfehler, kein Bild auf dem Monitor, TV-Out,...

nVidia 8600M GT in Amilo M1437G?

Beitragvon Admiral Cartwright » 19.07.2009 17:24

Hallo alle zusammen,
leider verabschiedet sich gerade langsam die ATI X700-Grafikkarte in meinem Amilo M1437G, soll heißen es treten Grafikprobleme auf, die durch gezieltes Druckausüben auf das Notebook rechts-unten temporär zum Verschwinden gebracht werden können. Hatte das gleiche Problem vor einigen Jahren schon einmal und daraufhin wurde die Grafikkarte ausgetauscht (war damals zum Glück noch ein Garantiefall). Da das Notebook aber nun doch schon etwas betagt ist, möchte ich auch nicht mehr allzuviel Geld hineinstecken. Allerdings ist es auch noch gut genug, dass ich mir nicht gleich ein neues kaufen möchte, daher der Versuch es selbst zu reparieren.

Auch mit der Forensuche bin ich nicht wirklich fündig geworden, daher meine Frage: Hat jemand Erfahrung mit dem Einbau einer nVidia 8600M GT (nicht "GS")? Dabei interessieren mich vor allem folgende Punkte:
- Funktioniert es überhaupt?
- Wie sieht es mit der Wärmeentwicklung aus? Vergleichbar mit der X700 oder gar noch heißer?
Heatsink-Modifikationen mit dem Dremel sind für mich kein Problem.

Die Karte wird über eBay für ca. 100 EUR von einem Händler aus Hongkong angeboten, was mir etwas Unbehagen bereitet, daher auch meine Frage nach Erfahrungen mit Händlern aus Fernost:
- Kommt zu dem angezeigten Preis evtl. noch Einfuhrumsatzsteuer?
- Hat jemand Erfahrungen mit dem Rücksenden defekter Karten bzw. fehlerhafter Lieferungen?
- Welche Erfahrungen habt ihr mit der Lieferzeit?
- Kennt jemand deutsche/europäische Händler?

Danke für eure Antworten!
Admiral Cartwright
 
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Re: nVidia 8600M GT in Amilo M1437G?

Beitragvon frido1966 » 19.07.2009 18:08

Hallo Admiral Cartwright !

Aus der Art und Weise, wie Du Deine Frage formuliert hast, schließe ich, dass Du - hoffentlich - den folgenden Beitrag schon gelesen hast:

Amilo Forum - Anleitung zum Austausch der Graka (am Beispiel des M1437G)

Noch exakter geht es doch fast gar nicht mehr. Das ist eine Bilderbuchvorlage. Vor allem dann, wenn Du Dir die Mühe machst, den Links zu "MXM upgrade" zu folgen und dort nachzulesen.

In die engere Wahl kam bei mir die 8600 GS (124 €), die 8600 GT (höhere Leistung, vielleicht aber ZU VIEL, 163 €), oder eine Go 7600 (Vorsicht: NICHT die 7600 SE, die läuft mit 64-bit-bus!), eventuell eine ATI HD 3450 oder sogar eine Go 7900 GS. Die 8400 war mir zu schwach, dafür hätte ich mir ja gleich wieder die X700 anlegen können (und ich habe von Problemfällen bei einigen 8400 mit "lags" oder 64er-Bus gelesen). Die X1800 wird zwar bei MxM-Upgrade.com auch für den M1437G angeboten, es wird aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es dann Probleme mit dem Kühler-Ventilator gibt ("Scenario 3"). Ich habe mich also für die Go 8600M-GS entschieden.


Dort - in dem Beitrag hier im Forum, als auch auf der Seite "MXM upgrade" - steht auch, dass die nVidia 8600M GT zum M 1437G kompatibel ist und das es in Bezug auf die Wärmeentwicklung und -ableitung keine Probleme geben sollte.


Zum Thema "Kauf einer Grafikkarte bei einem Händler aus Fernost" kann und mag ich nichts sagen.



Langsam fange ich an, die User hier im Forum zu verstehen, die sich darüber aufregen, dass die Suchfunktion nicht genutzt wird !
Zuletzt geändert von frido1966 am 19.07.2009 18:16, insgesamt 1-mal geändert.
frido1966
 

Re: nVidia 8600M GT in Amilo M1437G?

Beitragvon notebucker » 19.07.2009 18:11

@ Admiral Cartwright,
wenn Du in die Forensuche eingibst: +1437 +8600
dann gelangst Du ruck-zuck zu einem überaus ausführlichen Artikel über den Einbau einer solchen Graka in Dein NB.
Was mit der GS-Version geht, klappt auch mit der GT-Version, pyhsikalisch, wärmetechnisch u von den Erfahrungen her. Dremmeln ist nötig, u Kupferplättchen hoch empfehlenswert.
Klar doch, wenn Du einen Artikel importierst, wird die 19% MWSt. fällig, es sei denn, der Artikel wird am Zoll vorbeigelotst.
Erfahrungen gibt es solche u solche, manche sind zufrieden mit allem, manche stehen mit einer Graka da, deren Bios es nicht zuläßt, im eigenen NB zu funktionieren - wobei die Graka ja nicht defekt ist, und es deswegen "interessant" wird, wie sich der Absender am anderen Ende der sehr langen Leitung verhält, schließlich ist ihm kein Vorwurf zu machen ( je nachdem, wie er den Artikel u seine Eigenschaften im Auktionstext beworben, rsp. angespriesen hat), er hat ja was "heiles" versandt.
Gruß, notebucker
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Re: nVidia 8600M GT in Amilo M1437G?

Beitragvon Admiral Cartwright » 19.07.2009 18:24

Danke für die Antworten.

Natürlich habe ich die Forensuche bemüht und auch den Artikel über den GraKa-Tausch gelesen. Also bitte keinen Vorwurf der Art, ich hätte die Forensuche nicht benutzt. Zum Umbau an sich habe ich ja auch gar keine Fragen. Meine konkrete Frage allerdings, ob eine 8600m *GT* funktioniert, wurde darin jedoch nicht beantwortet, daher stelle ich ja die Frage hier, zumal ich in anderen Threads und Foren gelesen habe, dass es durchaus vorgekommen ist, dass eine GT-Karte eben für manche Amilo-Modelle nicht funktioniert. Da auf MXM-Upgrade Problematiken dieser Art in keinster Weise erwähnt wurden, wollte ich lieber auf Nummer sicher gehen, und hier nochmal nach Erfahrungen fragen.

Ich gehe zwar nicht davon aus, aber wenn jemand einen deutschen/europäischen Händler kennt, wäre ich für einen kurzen Hinweis dankbar.
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Re: nVidia 8600M GT in Amilo M1437G?

Beitragvon frido1966 » 19.07.2009 18:51

Hier sind gleich mehrere Karten im Angebot - sogar aus Deutschland:

3.....2.....1.....meins
frido1966
 

Re: nVidia 8600M GT in Amilo M1437G?

Beitragvon Admiral Cartwright » 19.07.2009 19:03

@frido:
Danke für den eBay-Link - diese Suche habe ich selbstverständlich auch schon selbst durchgeführt. Der Haken: Alle deutschen Angebote beziehen sich ausdrücklich auf gebrauchte Karten und werden von privat und nicht von einem gewerblichen Händler angeboten. Da bieten selbst asiatische Anbieter bessere Garantie- und Rücknahmebedingungen...
Grüße,
Stefan
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Re: nVidia 8600M GT in Amilo M1437G?

Beitragvon notebucker » 22.07.2009 09:52

@ Admiral Cartwright,

die Frage der Funktion einer 8600-GT-Version ist schon in diversen Artikeln beantwortet, die Probleme bezogen sich meist auf andere Umstände. Es geht, siehe auch meinen vorigen Beitrag.
Mit der Suche nach deutschen Händlern stößt Du auf ein echtes Problem, zumindest aus meiner Sicht. Ein deutscher Händler muß natürlich Garantie u Gewährleistung geben, und die braucht er entsprechend von seinem Lieferanten selbst auch. Und dann kostet eine solche Graka für den Endkunden derart viel Geld, dass kaum jemand bereit ist, dieses Geld dafür auf den Tisch zu legen. Also gibts die offiziellen Angebote über mehrere Hundert Euro, die bei Ebay und hier aber zum Sterben verurteilt sind - und es gibt die preiswerteren Angebote über irgendwas zwischen 100,- und 200,- €. Warum sind die preiswerter? Weil es eben keine reguläre Garantie und überhaupt keine Gewährleistung gibt, sondern - wenn überhaupt - nur sowas wie eine Übernahmegarantie von wenigen Wochen. Und in diese Lücke, geschlagen von der EU-Administration, drängen die asiatischen Händler, weil sie unbeleckt von jeder Gesetzes-Vorschrift nach selbst erlassenen Regeln hier ihre Waren anbieten. :evil: So isses nun mal, entweder alle Rechte eines EU-Verbrauchers, dann aber auch den vollen Preis zahlen, oder aber fast keine Rechte, schon gar keine, die man irgendwie durchsetzen könnte - da ist man völlig auf Freiwilligkeit und Goodwill der fernen Händler angewiesen - und dann kostet es weniger.
Gruß, notebucker
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Re: nVidia 8600M GT in Amilo M1437G?

Beitragvon Leonidas » 22.07.2009 10:30

Ist vielleicht etwas offtopic, aber mein Bruder hatte vorgestern exakt dasselbe Problem. Ich hatte ihm jedoch wegen der bekannten Probleme abgeraten.
Da er dringend eine billige elektronische Schreibmaschine mit Bildschirm für seine Diplomarbeit braucht, habe ich ihm zum Kauf eines Toshiba Satellite 300-x um 450€ geraten. So bekommt er diese am Freitag. Meiner Meinung ist dies die bessere Lösung, als mit einem asiatischen Kaufhandel zu beginnen bzw. Glücksrad mit den deutschen Händlern zu spielen.
Aber es muß jeder selber wissen. Denke die Vor - und Nachteile wurden hier schon ausführlich dargelegt.
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Re: nVidia 8600M GT in Amilo M1437G?

Beitragvon Admiral Cartwright » 29.07.2009 12:54

@ notebucker:
Danke für die Einsichten in die Preispolitik europäischer und fernöstlicher Händler. Dessen war ich mir natürlich auch schon bewusst und es muss ja ein jeder selbst wissen, was er will und bereit ist dafür auszugeben. Ich für meinen Teil muss zugeben nach der billigsten Lösung gesucht zu haben - mit dem Risiko, dass ich das Geld dabei verliere. Da mein Rechner aber sowieso nicht mehr viel Wert ist und über kurz oder lang gegen einen neuen ausgetauscht wird, will ich mir keine teuren Ersatzteile leisten.

@ Leonidas:
Klar, die Möglichkeit eines Neukaufs besteht immer, besonders wenn man schon eine betagte Kiste hat. Und falls der GraKa-Tausch nicht wie erwartet funktioniert, werde ich das auch ins Auge fassen - dann aber schon etwas besseres als eine "elektronische Schreibmaschine" für 300-400 € :D

@ All:
Habe heute eine neue GraKa aus China erhalten, der Versand ging doch recht fix. Sobald ich zum Einbau komme, werde ich natürlich über meine Erfahrungen berichten.
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Re: nVidia 8600M GT in Amilo M1437G?

Beitragvon Admiral Cartwright » 02.08.2009 18:03

So, mittlerweile habe ich die Karte in mein Amilo eingebaut und es ging alles recht problemlos: Wie erwartet, musste ich an der Heatpipe eine Stelle etwas breiter dremeln, weitere Modifikationen waren nicht notwendig.

Die Kühlung habe ich über die bei der Karte mitgelieferten Wärmeleitpads realisiert, muss aber feststellen, dass der Lüfter deutlich häufiger als mit der alten ATI-Karte auf höheren Drehzahlen arbeitet. Ich denke, ich werde dann doch der "Kupferplättchen + Wärmeleitpaste"-Lösung den Vorzug geben. Da bei meiner Karte die Abstandshalter/Befestigungen für die Heatpipe fehlen, muss ich dort noch ein wenig Basteln, allerdings läuft das System auch ohne stabil und macht mechanisch ebenfalls einen guten Eindruck. Es mag aber durchaus sein, dass der Anpressdruck der Heatpipe durch diese Befestigung noch verbessert werden kann und dann vielleicht auch die Wärmeabfuhr besser funktioniert.

Das größte Problem, dem ich mich gegenüber sah, war softwaretechnischer Natur: Ich konnte meinen Rechner unter Windows XP einfach nicht dazu bewegen, statt meines Laptop-Monitors einen externen Monitor als primäres Anzeigegerät zu verwenden. Lösungen, die im Forum von http://laptopvideo2go.com vorgeschlagen wurden (Modifikation der INF-Dateien), haben nicht funktioniert, genauso wenig wie der INF-Enhancer auf derselben Site. Am Ende habe ich es durch Registry-Basteleien doch hinbekommen. Für alle, die das gleiche Problem haben, hier meine Lösung:

In der Registrierung folgende Werte ergänzen (alles DWORD-Werte):

HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\NVIDIA Corporation\Global\NVTweak\NvCplDualViewAllowNonDFPAsPrimary = 1
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\NVIDIA Corporation\Global\NVTweak\NvCplDualviewMoveDesktopIcons = 1

Für folgenden Schlüssel kann {0A1...} abweichen, hier bitte den richtigen Grafikadapter auswählen
(erkennbar am String "Device Description"):

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Video\{0A1AA9F5-6D44-427F-A236-87288753C978}\0000

Hier nun folgende Werte ergänzen (alles DWORD-Werte):

DualViewAllow2ndViewAsPrimary = 1
DualViewAllowNonDFPAsPrimary = 1
DualViewHotKeyPolicy = 1
DualViewMobile = 2
DualViewPolicyID = 2

Ob die Werte für alle Unterschlüssel (0000, 0001, ...) ergänzt werden müssen, weiß ich nicht,
aber es scheint auch nicht zu schaden.

Rechner neu starten und in den Anzeigeeigenschaften den externen Monitor als primäres Anzeigegerät auswählen.


Nach diesen Aktionen (und dem Zurechtrücken meiner durcheinandergewürfelten Desktopicons) scheint alles perfekt zu laufen. Die 3D-Performance habe ich dabei noch nicht in Augenschein genommen, genausowenig wie das Umstellen des Grafiktreibers unter Ubuntu-Linux (wo schon das Einrichten einer ATI-Karte ein einziger Krampf ist - aber nVidia angeblich und hoffentlich besser laufen soll).
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Re: nVidia 8600M GT in Amilo M1437G?

Beitragvon notebucker » 02.08.2009 18:45

@ Admiral Cartwright,
Glückwunsch zur erfolgreichen Operation.
Was mich aber doch interessiert, wie Du denn den Kühlkörper über der GPU befestigt hast. Du beschriebst ja - und das ist auch auf dem entsprechenden Bild zu sehen - ,dass die komplette Befestigungshalterung, also der Rahmen auf der Graka-Unterseite und die vier Schraubenbolzen auf der G-Oberseite, nicht vorhanden waren. Ahem - wo hast Du denn nun was festgeschraubt? :shock: :shock: :shock:
Gruß, notebucker
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Re: nVidia 8600M GT in Amilo M1437G?

Beitragvon Admiral Cartwright » 03.08.2009 18:46

@ notebucker:
Das ist es ja, den Kühlkörper habe ich noch nicht befestigt. Ich habe ihn auf den Wärmeleitpads festgedrückt und im Prinzip wird er nur von den drei Schrauben über der Intel-CPU gehalten. Natürlich ist mir klar, dass das nicht der empfohlene Weg ist, das Notebook zu betreiben, aber bevor ich mich an die endgültige Lösung für die Wäremabfuhr mache, wollte ich erstmal schauen, ob denn überhaupt alles läuft. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich noch keine 3D-intensiven Anwendungen ausprobiert habe - ich will ja die GPU nicht schmelzen. 8) Sie wird in der jetzigen Konfiguration schon im normalen 2D-Betrieb mit ca. 90°C recht heiß, was hoch ist, aber noch im Rahmen liegt.

@ All:
Ubuntu-Linux hat auf Anhieb die neue Grafikkarte erkannt und ist mit dem Open Source-Treiber hochgefahren. Der Umstieg auf den proprietären nVidia-Treiber ging auch deutlich problemloser vonstatten als bei der alten ATI-Karte. Einzig der Mehrschirmbetrieb war ein wenig Fummelei, läuft jetzt aber auch.

Leider macht mir der Mehrschirmbetrieb unter Windows noch Probleme: Nach dem Aufwachen aus dem Ruhezustand werden interner Laptop-Monitor und externer Monitor genauso angezeigt wie als ich den Rechner schlafengelegt habe - aus einem mir noch unerfindlichen Grund schaltet aber ca. 15 Sekunden später der Rechner das Signal für den externen Monitor ab und benutzt nur den internen. Ich muss also wieder von Hand umstellen auf Mehrschirmbetrieb - wobei mir meine Icons durcheinandergewürfelt werden. Das ist äußerst ärgerlich.

Desweiteren stelle ich ab und zu fest - vor allem beim Video-Gucken, dass der Rechner plötzlich hakt und ruckelt. Das Problem löst sich nach ein paar 10 Sekunden von allein, tritt aber in unregelmäßigen Abständen wieder auf. Ich vermute dereit noch ein Hitzeproblem, das durch eine bessere Wärmeableitung hoffentlich gelöst wird.
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Re: nVidia 8600M GT in Amilo M1437G?

Beitragvon notebucker » 04.08.2009 18:09

@ Admiral Cartwright

Großes Kompliment erstmal zu den Bearbeitungsvorschlägen der Registry. Das werde ich mit Deiner freundlichen Erlaubnis kopieren und irgendwohin sichern, für evtl. spätere Notwendigkeiten. So, nun aber Schluß mit den Nettigkeiten!
Beim Grakakauf ist genauso was schief gelaufen wie noch viel mehr beim Einbau. Mir sträuben sich derart die Haare, dass die dauernd an die Decke stoßen.
Der Kauf in Fernost: Da bietet also jemand eine Graka - großzügig gesagt - zum halben Preis dessen an, was andere
Fernostler verlangen. Nix gemerkt? Kein Verdacht geschöpft? Auch auf den beiden Bildern nichts bemerkt?
Die Dinger sind so überhaupt nicht verwendbar, weil die komplette Befestigungshalterung fehlt. Wer also nicht eine
inzwischen defekte Graka in seinem Hd hat, die physikalisch exakt identische Abmessungen hat, und die als Teilespender
noch nutzbar wäre, steht mit der "neuen" Graka da und kann/darf nichts machen. :evil: Zudem schummelt der Anbieter auch auf andere Weise. Und dann gibt es da noch so nette Angebote wie: Rücknahme (bei bestimmten Vorraussetzungen)
innerhalb von 7 Tagen möglich, und weiter hinten im Text steht als Info, dass allein der Postweg in der Regel länger dauert! :evil: Das ist lupenreinstes nicht russisches, sondern chinesisches Roulette. Wer gewinnt, ist fein raus. Wer nicht fein raus ist, steht so tief in der Patsche, dass in aller Regel der Einsatz weg ist.
Dein Einbau: Du bist des Wahnsinns fette Beute! (Originalzitat des alten Englischlehrers in meiner Penne) Du baust
also diese geschrubbte, unvollständige Graka in Dein NB ein, ohne dass der Kühlkörper ordnungsgemäß mit vielen
Schrauben auf das Die der GPU draufgeknallt (gepreßt) wird!!! Anscheinend bist Du so neu hier im Forum, dass Dir die
vielen Leidensgeschichten von leidgeprüften grafikkartenüberhitzten NB-Besitzern nicht bekannt sind. Bereits mit der
serienmäßigen Kühlung ist mit Hitzeproblemen zu rechnen, und ohne Kühlung oder mit schlechter Kühlung gehen die
Grakas hin wie die Fliegen im Osterfeuerwerk. Ich kann Dir nur raten - wenn da überhaupt noch was zu retten ist - ,
Deine Neugier zu zähmen, und erst für solide Montage zu sorgen.
Nichts für ungut, Admiral Cartwright, ich will nicht Dich ärgern, sondern u.a. Nachahmer daran hindern, auf solche Ware aus Fernost unwissend hereinzufallen und ebenfalls, dass Grakas mit ungeeigneter Kühlung in Betrieb genommen werden.
Gruß, notebucker
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Re: nVidia 8600M GT in Amilo M1437G?

Beitragvon Admiral Cartwright » 11.08.2009 22:34

@ notebucker:

Natürlich darfst du die Bearbeitungsvorschläge für die Registry kopieren und verwenden!

@ All, @ notebucker:

Zu dem Kauf aus Fernost: Wie schon öfter erwähnt war und bin ich mir der Risiken bewusst und habe in voller Absicht chinesisches Roulette gespielt. Dass die Halterung fehlt, war mir ebenso klar wie die Tatsache, dass dieses Problem gelöst werden kann. Dem unbedarften Notebookreparateur würde ich diese Prozedur auch nicht empfehlen. Sollte ich einen anderen Eindruck erweckt haben, entschuldige ich mich dafür natürlich und stelle ein für alle mal klar: Der Kauf einer Grafikkarte aus dubiosen Quellen ist nicht zu empfehlen!

Zu meinem Einbau: Ich bin mitnichten des Wahnsinns fette Beute, da ich eine ziemlich genaue Vorstellung von dem habe, was ich tue. Auch hier muss ich für die Allgemeinheit wiederholen, dass der nicht ordnungsgemäße Betrieb einer Grafikkarte (insbesondere ohne adäquate Kühlung) nicht empfohlen ist!

Ich habe kontinuierlich die Temperatur der GPU überwacht und konnte sehen, dass die Kühlung nicht perfekt arbeitete, aber gut genug, um nicht mit flatternden Nerven vor'm Rechner zu sitzen. Ich habe heute diese Übergangs"lösung" gegen eine dauerhaftere ersetzt, indem ich mir eine Befestigung für die Heatpipe gebastelt habe, was sich als kein besonders großes Problem herausgestellt hat: Die vier Schrauben, mit denen die Heatpipe an der ATI-Karte befestigt war, habe ich aufgehoben und wiederverwendet. Um mit ihnen die nVidia-Karte an der Heatpipe zu befestigen, habe ich mir vier entsprechende Muttern (M2.5) besorgt und sie auf der Unterseite der Karte mit Pattex über den entsprechenden Löchern festgeklebt. Dann habe ich die Karte eingebaut, mit den zwei Halterungsschrauben fixiert, mit denen auch schon die ATI-Karte befestigt war, die Wärmeleitpads auf korrekten Sitz überprüft, die Heatpipe aufgelegt und sowohl die vier Schrauben für die GraKa als auch die drei für die CPU angezogen. Dabei habe ich natürlich darauf geachtet, dass die GraKa-Schrauben sich auch in die Mutter hineinschrauben und habe nicht zu fest angezogen, um die Muttern nicht wieder loszureißen, aber fest genug, um genügend Kontakt zwischen Wärmeleitpads und Heatpipe herzustellen. Bei Lust und Laune werde ich die Wärmeleitpads vielleicht noch gegen Wärmeleitpaste und Kupferplättchen tauschen.

Diese Prozedur war erfolgreich, wie ich daraufhin im Betrieb sehen konnte: Die GPU-Temperatur liegt nun 15-20°C niedriger, das Video-Ruckeln ist verschwunden, der Lüfter läuft leiser. Selbst in 3D-Anwendungen geht die Temperatur nicht über 95°C hinaus, die Lüftergeräusche bleiben meist sogar unter denen meiner alten ATI-Karte. Ich habe noch das Verhalten unter zwei Spielen getestet: Während mein Amilo mit der alten Karte schon öfter bei Trackmania Nations wegen Überhitzung abgestürzt ist, scheint die Temperatur mit der neuen GraKa kaum anzusteigen, der Lüfter läuft deutlich leiser. Allerdings fallen mir einzelne Ruckler auf, die ich von früher nicht kannte. Bei GTA San Andreas sieht die Lage recht düster aus: Während die Temperaturen wieder ähnlich "niedrig" liegen, ist das Spiel unspielbar geworden: Es ruckelt in vielen Situationen ohne Ende, Spaß macht es nicht, selbst mit niedriger Qualität und ohne Antialiasing kaum Besserung. Google Earth scheint von der "Flüssigkeit" und Bedienbarkeit wie früher zu laufen. Ich denke, das muss ich noch genauer untersuchen.

Andere Kleinigkeiten im Vergleich zur ATI-Karte: Das Problem mit dem abgeschalteten externen Monitor nach dem Aufwachen aus dem Ruhezustand nervt mich noch immer, habe noch keine Lösung dazu gefunden, ebensowenig wie für das Durcheinanderwürfeln der Desktop-Icons. Beim Aufwachen aus Standby tritt das Problem nicht auf. Außerdem schaltet sich die Laptop-Hintergrundbeleuchtung nicht aus, wenn ich nur meinen externen Monitor als einzige Anzeige verwenden will.

Generell möchte ich noch sagen, dass jeder, der an seinem Notebook herumschraubt, bitte auch seinen eigenen Verstand bemühen soll. Ich habe hier meinen Erfahrungsbericht zum Besten gegeben und damit handelt es sich um einen Einzelfall, der gut gelaufen ist. Ob jemand in China bestellt oder nicht, muss jeder selbst wissen und vorher die Risiken abwägen. Diese Entscheidung kann einem nicht durch solch einen Erfahrungsbericht abgenommen werden. Über die Kühlung und mögliche Folgen eines Fehlers lohnt es sich ebenfalls einige Gedanken zu verschwenden.

Andererseits gehe ich aber auch davon aus, dass der Großteil der Leute, die in ihrem Notebook eine Grafikkarte austauschen und dafür selbst einen Dremel in die Hand nehmen um Teile auszufräsen, ziemlich genau wissen, auf was sie sich da einlassen. Dass das eben nicht dasselbe ist wie eine externe Platte anzustöpseln, sondern mit Risiko verbunden ist. Ich darf wohl davon ausgehen, dass jeder, der einen solchen Eingriff vornimmt, eine gewisse Risikoabschätzung durchführt. Vor diesem Hintergrund habe ich meine ursprüngliche Frage gestellt, meine Wahl getroffen und hier darüber berichtet. Ich finde es richtig, dass deutlich auf die Risiken meines Vorgehens hingewiesen wird, da ich dies vielleicht selbst nicht deutlich genug getan habe. Allerdings hätte dieser Hinweis durchaus wertneutraler und weniger mit dem erhobenen Zeigefinger ausfallen dürfen.

Sorry für die lange Antwort, aber es gab ja auch einiges zu klären 8)
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Re: nVidia 8600M GT in Amilo M1437G?

Beitragvon Leonidas » 12.08.2009 09:47

"Selbst in 3D-Anwendungen geht die Temperatur nicht über 95°C hinaus"....

Schön, aber da wirst nicht lange dran Freude haben.
Leonidas
 
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